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Was passiert im Reesepark?

Aufgrund des allgemeinen Interesses der Bürger an der weiteren Bebauung des Reese-Areals, aber auch konkreter Bedenken Einzelner über das Entstehen eines sog. „sozialen Brennpunkts“ durch beabsichtigte Baumaßnahmen der WBG, organisierte der CSU Ortsverein Kriegshaber dankenswerter Weise am 6. Juli 2016 ein Bürgerforum, an dem ca. 160 Personen teilnahmen. Neben Herrn Ortsvereinsvorsitzenden Rolf Schnell waren Herr Schul- und Bildungsreferent Hermann Köhler und Herr Stadtrat Leo Dietz bei der Veranstaltung zugegen.

Herr Geschäftsführer Dr. Mark Dominik Hoppe nutzte die Gelegenheit gerne, den Besuchern vorzustellen, wie sich der Park bis jetzt entwickelt hat, welche Schritte unmittelbar anstehen und welche Projekte die WBG kurzfristig umsetzen möchte. „Wir haben vielleicht zu viel geplant und die Anwohner zu wenig informiert. Dadurch sind wohl Ängste entstanden, die sachlich nicht begründet sind. Das müssen wir künftig besser machen!“ zeigte Herr Dr. Hoppe sich selbstkritisch.

Den Schwerpunkt des rund zweistündigen Termins bildete die Diskussion über die Neubauvorhaben der WBG. Hier zeigte sich, dass die Notwendigkeit geförderten Wohnraums prinzipiell nicht in Frage gestellt wurde, allerdings bei einem zu hohen Anteil mit negativen Auswirkungen auf das Areal gerechnet wird. Hier wurde seitens der Anwohner eine gerechtere Verteilung über das Stadtgebiet gefordert. „Wir können nur dort bauen, wo wir bezahlbare Grundstücke mit entsprechendem Baurecht erwerben können“, so Dr. Mark Dominik Hoppe. Dies sei derzeit noch auf den Kasernenflächen der Fall, in manchen Stadtteilen aber geradezu unmöglich. Auch innerhalb des Flak- und Sheridan-Areals wird die WBG zeitnah Flächen erwerben und mit gefördertem Wohnungsbau entwickeln. Im Sheridan Park bestehen heute bereits über 80 geförderte Wohnungen.

Das System der Einkommensorientierten Förderung (EOF), welches den Sozialen Wohnungsbau nach dem 1. Förderweg zur Jahrtausendwende abgelöst hat, bietet gegenüber seinem Vorgänger einen ganz wesentlichen Vorteil: Durch eine Durchmischung von drei Einkommensgruppen zu jeweils etwa einem Drittel wird hier von Anfang an für eine stabile Nachbarschaft gesorgt. Während die einkommensschwächste Stufe 1 z. B. Sozialhilfeempfänger oder aufstockende Rentner beinhaltet, darf in der Stufe 3 eine vierköpfige Familie bis zu rund 65 T€ brutto verdienen, um noch bezugsberechtigt zu sein. Dies beinhaltet etwa 2/3 aller bayerischen Haushalte.

Die Anwohner interessierten sich für weitere Themen, wie die Entwicklung des KuPa West, insbesondere der dortigen Veranstaltungslokale, die Reinigung des Parkes und die verkehrliche Situation.

Die vorgestellte Präsentation können Sie sich hier herunterladen.

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