Auch 2026 lobte die WBG-Stiftung Architektur und Bauingenieurwesen gemeinsam mit der Technischen Hochschule Augsburg einen Studierendenwettbewerb zu Themen der Stadtentwicklung und Architektur in Augsburg aus. Im Rahmen des Sommerfestes der Fakultät für Architektur und Bauwesen wurden am vergangenen Freitag die drei besten Arbeiten mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 2.700 Euro ausgezeichnet.
Die WBG-Stiftung wurde 1996 anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Wohnbaugruppe Augsburg gegründet. Seither engagiert sie sich für die Förderung des akademischen Nachwuchses in den Bereichen Stadtentwicklung, Architektur und Bauwesen. Jährlich prämiert die Stiftung herausragende Studien- und Abschlussarbeiten, die sich mit architektonischen oder städtebaulichen Fragestellungen im Kontext der Stadt Augsburg befassen. Zweiter Bürgermeister Dirk Wurm, der stellvertretend für Oberbürgermeister Dr. Florian Freund an der Preisverleihung teilnahm, hob die Bedeutung der WBG-Stiftung hervor: „Mit ihrem Wirken setzt sie nicht nur wichtige Impulse für die zukunftsfähige Gestaltung Augsburgs, sondern schafft gleichzeitig auch Sichtbarkeit für junge Talente.“
Innovative Ideen für Augsburg
In diesem Jahr wurden wieder unterschiedliche fiktive, aber sich auf reale Orte in Augsburg beziehende Aufgabenstellungen bearbeitet und zum Wettbewerb eingereicht. Die Themen beschäftigten sich mit einer möglichen Neugestaltung des Oberhauser Bahnhofs einschließlich des umliegenden Quartiers, mit der Frage, wie eine treibhausgasneutrale Sanierung von Bestandswohnanlagen funktionieren kann und mit Ideen, wie – unter dem Motto „Partizipation macht Schule“ – die Augsburger Grundschule St. Max in der Jakobervorstadt für den Ganztagsbetrieb erweitert werden könnte. Ein Auswahlgremium aus Fachleuten kürte im Vorfeld die besten Arbeiten.
WBG-Preis für neues Bahnhofs-Quartier in Oberhausen
Den WBG-Preis 2026, dotiert auf 1.500 Euro, erhalten in diesem Jahr Anika Heim, René Kromer und Sophia Willer für ihren gemeinsamen Projektentwurf im Masterstudiengang „Energie Effizienz Design – E2D“ zum Thema „Mehr als nur Umsteigen: Wenn aus einem Bahnhof ein Quartier wird. Bahnhof und Bahnhofsumfeld Oberhausen“. Das Auswahlgremium würdigte den Entwurf, da er mit großer gestalterischer und technischer Sorgfalt zeigt, wie ein Verkehrsknoten in ein lebendiges Quartier verwandelt werden kann – und dass sich der sorgsame Umgang mit dem Bestand und ambitionierte Klimaziele nicht ausschließen, sondern wechselseitig stärken können.
Anerkennungen für weitere Arbeiten
Darüber hinaus verlieh die WBG-Stiftung auch zwei Anerkennungspreise in Höhe von je 600 Euro. Zum einen wurde Fabian Schwalm für seine Bachelorarbeit „netZERO“ zum Thema „Treibhausgasneutrale Sanierung und Erweiterung einer Wohnanlage Hessenbach+ in Augsburg“ ausgezeichnet. Der Preisträger stellte eindrücklich dar, wie Bestandswohnanlagen zu tragfähigen, sozialen und klimafreundlichen Zukunftsorten weiterentwickelt werden können und wie ein bestehendes Quartier Teil einer klimafreundlichen Stadt werden kann. Zum anderen wurde die Gruppenarbeit von Niklas Böhm, Magdalena Christian, Benedikt Hilbich, Sarah-Jane Jenkins und Jannis Winter zum Thema „Umplanung der St. Max Schule Augsburg“ prämiert. Hier überzeugte insbesondere das architektonische Konzept, das den Bestand respektiert, aber auf geschickte Weise die Grundschule zu einem zeitgemäßen Lernhaus entwickelt.
Abschließend fand Dr. Mark Dominik Hoppe, Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg und Vorstandsvorsitzender der WBG-Stiftung, lobende Worte für die Studierenden: „Die Zukunft unserer Stadt beginnt mit den Ideen und Visionen von heute. Die prämierten Arbeiten überzeugen durch innovative Lösungsansätze, gestalterische Qualität und ein gutes Verständnis für die Herausforderungen zeitgemäßer Stadtentwicklung.“
Foto: Andrea Wolf-Amedovski/Wohnbaugruppe Augsburg
Unser Foto zeigt (v. li.) Fabian Schwalm, Staatsminister Dr. Fabian Mehring, Sarah-Jane Jenkins, René Kromer, Anika Heim, Niklas Böhm, Sophia Willer, Prof. Martin Bauer, Jannis Winter, Benedikt Hilbich, Wohnbaugruppe-Geschäftsführer Dr. Mark Dominik Hoppe, Magdalena Christian, Prof. Victoria von Gaudecker, 2. Bürgermeister Dirk Wurm, Prof. Christian Bauriedel, Stadträtin Susanne Rößner und THA-Präsident Prof. Gordon Thomas Rohrmair.