Mit dem Förderbescheid für den ersten Bauabschnitt ist der Startschuss für ein bedeutendes Neubauvorhaben der Wohnbaugruppe Augsburg gefallen: In Lechhausen erfolgt noch in diesem Jahr der Spatenstich für 41 von insgesamt 185 geplanten Wohnungen, die im Rahmen der Einkommensorientierten Förderung (EOF) errichtet werden.
Bereits bei der Planung der neuen Firmenzentrale der Wohnbaugruppe Augsburg war klar, dass das Grundstück der ehemaligen Werkstatt des Unternehmens in Lechhausen perspektivisch für eine neue Nutzung zur Verfügung stehen würde. Mit dem Umzug an den Standort an der Bürgermeister-Ackermann-Straße im Sommer 2024 wurde diese Möglichkeit konkret. Nun ist mit dem Förderbescheid für den ersten Bauabschnitt auch die finanzielle Grundlage gegeben, um den ersten Teil eines Neubauvorhabens mit insgesamt 185 Wohnungen an der Schillstraße zu realisieren.
Die Aufsichtsratsvorsitzende der Wohnbaugruppe Augsburg und Oberbürgermeisterin Eva Weber ordnet die Bedeutung der Maßnahme ein: „Ich habe mich persönlich beim Freistaat Bayern intensiv für die Förderung dieses Bauvorhabens eingesetzt. Denn 185 neue geförderte Wohnungen in Lechhausen bedeuten dauerhaft bezahlbaren Wohnraum in kommunaler Hand. In einer Zeit, in der die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau schwierig sind, ist diese Unterstützung für die Errichtung von geförderten Wohnungen unverzichtbar. Umso mehr schätze ich, dass der Freistaat die Stadt Augsburg seit 2020 überproportional unterstützt – also stärker, als es unserem Bevölkerungsanteil entsprechen würde – und damit erkennbar auf den hohen Wohnraumbedarf zu bezahlbaren Mieten in unserer Stadt reagiert.“
185 Wohnungen in mehreren Bauabschnitten
Für den ersten Bauabschnitt der Wohnanlage an der Schillstraße mit 41 Wohnungen stellt der Freistaat Bayern Fördermittel aus dem Winterpaket zur Verfügung. Der Spatenstich ist noch für Ende dieses Jahres vorgesehen. Insgesamt ist das Neubauvorhaben in drei Bauabschnitte gegliedert und umfasst sieben Häuser mit gemeinsamer Tiefgarage. Durch konstruktive Abstimmung mit der Stadt Augsburg konnte das Wohnraumpotenzial am Standort deutlich erhöht werden. Grundlage hierfür sind die von der Stadt im vergangenen Jahr beschlossenen modifizierten Abstandsflächenregelungen, die eine Erhöhung der Geschossigkeit der Gebäude auf bis zu acht Vollgeschosse zulassen. So konnte die Zahl der Wohnungen von ursprünglich 118 auf 185 Wohnungen gesteigert werden. Diesen Schulterschluss mit der Stadt Augsburg hebt auch der Geschäftsführer der Wohnbaugruppe Augsburg, Dr. Mark Dominik Hoppe, hervor: „Bereits seit Mai 2018 waren wir im Besitz eines Bauvorbescheids für 118 Wohnungen – mit der konstruktiven Weiterentwicklung dieser Planung mit der Bauverwaltung der Stadt Augsburg sind wir in der Lage, am Ende 185 Haushalten ein neues Zuhause zu bieten – und das dauerhaft bezahlbar!“
Bezahlbar wohnen trotz hoher Baukosten
Geplant sind 1- bis 6-Zimmer-Wohnungen, die sämtlich barrierefrei errichtet werden und sich an breite Bevölkerungsschichten richten – von Alleinstehenden bis zur mehrköpfigen Familie. Zur Wohnanlage gehören eine Tiefgarage mit 151 Pkw-Stellplätzen sowie 42 oberirdische Stellplätze. Darüber hinaus entstehen rund 600 Fahrradabstellplätze. Attraktive Aufenthalts- und Spielflächen ergänzen das Bauvorhaben. Um das Projekt trotz weiterhin hoher Bau- und Finanzierungskosten wirtschaftlich realisieren zu können, hat das Amt für Wohnbauförderung und Wohnen der Stadt Augsburg eine Zielmiete von 14,50 Euro pro Quadratmeter genehmigt. Dauerhaft bezahlbar wird das Wohnen für die künftigen Mieterinnen und Mieter aufgrund der Einkommensorientierten Förderung (EOF), im Zuge derer ein monatlich zugewendeter Betrag die tatsächliche Miete einkommensabhängig deutlich reduziert, im besten Fall in etwa halbiert. Mit dem Neubau in der Schillstraße schafft die Wohnbaugruppe Augsburg gemeinsam mit der Stadt Augsburg langfristig bezahlbaren Wohnraum und stärkt den kommunalen Wohnungsbestand.
Bildverweis: Die Abbildung zeigt die gesamte Wohnanlage an der Schillstraße, der erste Bauabschnitt mit 41 Wohneinheiten ist grün markiert. Es handelt sich um eine eigene Darstellung, basierend auf dem Kartenausschnitt des Bayernatlas (© Bayerische Vermessungsverwaltung, www.geoportal.bayern.de (2026)), und eines Plans von Damek Architekten, Augsburg.